Stolberg

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Wer über Stolberg zu uns in den Schindelbruch fährt, kommt oft schon mit glänzenden Augen an. Der Charme des Fachwerkstädtchens ist einfach unwiderstehlich: romantische Straßen und Gassen, gleich dahinter sattgrüne Hügel und Wälder, über allem das Stolberger Schloss. Als historisches Kleinod ist Stolberg die erste und bisher auch einzige Historische Europastadt in Deutschland. Sie liegt an der Deutschen Fachwerkstraße, ist ein anerkannter Luftkurort und nicht zuletzt als Geburtsstadt von Thomas Müntzer weit bekannt.

Ein Wahrzeichen der Stadt ist das Schloss, das auf einem nach drei Seiten abfallenden Berg steht und dessen ältestes Bauteil, der Rundturm, um das Jahr 1200 errichtet wurde. Der neuere Teil wurde im Stil der Renaissance zwischen 1539 und 1547 erbaut. Sein heutiges Aussehen erhielt das Schloss durch Umbauten zwischen 1690 und 1700. Im Südostflügel befindet sich der »Rote Saal«, ein klassizistisches großes Empfangszimmer, das einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel folgt. Bis zur Enteignung 1945 befand sich das Schloss im Besitz der Familie Fürst zu Stolberg-Stolberg. Derzeit wird es durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz umfassend restauriert sowie saniert.

Ein architektonisches Kuriosum ist das Stolberger Rathaus aus dem Jahre 1454: Es hat kein Treppenhaus! Den Zugang zu den oberen Stockwerken erreicht man über eine äußere Treppe, die gleichzeitig zur spätgotischen St.-Martini-Kirche führt. Am 21. April 1525 predigte Martin Luther hier gegen den Bauernaufstand. Die dreischiffige Basilika aus dem 13. Jahrhundert steht vor einer umfassenden Sanierung – ein Vorhaben, das wegen ihrer Hanglage äußerst aufwändig ist.

Gegenüber dem Rathaus passieren die Besucher Stolbergs den »Saigerturm« aus dem 13. Jahrhundert, der seinen Namen von der Saigerschmelzhütte erhielt, die im Mittelalter neben ihm stand. In der Niedergasse steht das 1851 teilweise ausgebrannte Geburtshaus von Thomas Müntzer, das heutige Thomas-Müntzer-Haus. In unmittelbarer Nachbarschaft vermittelt das Museum »Alte Münze« Stolberger Stadtgeschichte. Am westlichen Ende der Rittergasse befindet sich das Rittertor als einzig erhaltenes mittelalterliches Stadttor der Stadt.

Auch kulinarisch kommen die Gäste von Stolberg an vielen Orten der Stadt auf ihre Kosten. Zu den besonderen Spezialitäten gehören die »Stolberger Lerchen«, kräftige Würstchen, die traditionell zu Grünkohl und Salzkartoffeln serviert werden. Aber auch wer Süßes liebt, wird fündig: im Café oder im Werksverkauf von FRIWI – dem 1891 von Namenspatron Friedrich Wilhelm Witte eröffneten Bäckerei- und Konditoreibetrieb in der Niedergasse. Die frischen Gebäcke, Petit Fours, Stollen und Schokoladen sind völlig zu Recht weit über den Harz hinaus bekannt und begehrt.