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Josephskreuz

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Die Spitze des Großen Auerbergs ist vom Schindelbruch aus mit einem kleinen Naturspaziergang über die »Straße der Lieder« zu erreichen – unser Naturresort liegt bereits auf halber Höhe zum Gipfel. Wem der Naturpfad zu anstrengend wird, der wählt den sanft ansteigenden und gut befestigten Weg vom Parkplatz am Forsthaus Auerberg. Der schöne Waldspaziergang lohnt sich doppelt, denn oben erwartet Sie eines der bedeutendsten technischen Bauwerke des 19. Jahrhunderts: Das Josephskreuz, größtes eisernes Doppelkreuz der Welt und herrlicher Aussichtspunkt über den Südharz.

Die beeindruckende Stahlkonstruktion überragt weithin sichtbar den Wald, ihre (gebührenpflichtige) Aussichtsplattform liegt 200 Stufen hoch und ist bei normalen Wetterverhältnissen ganzjährig geöffnet. Nebenan auf dem Gipfelplateau warten eine Gaststätte und ein kleiner Kinderspielplatz auf große und kleine Besucher.

Die Geschichte des Aussichtspunktes reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück, als auf dem Großen Auerberg ein hölzerner Aussichtsturm stand. Der Überlieferung nach tauchten eines Tages fremde Männer auf und begannen, Gänge in die Bergkuppe zu treiben, um dort nach roter Farbe zu suchen – die Unterhöhlung aber machte den Turm baufällig und brachte ihn schließlich zum Einsturz. Tatsächlich war der Turm im Jahr 1768 sehr marode und musste aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Erst viele Jahrzehnte später war es Graf Joseph zu Stolberg-Stolberg, der den Bau eines neuen Turms in Auftrag gab und zum Namensgeber des Aussichtspunktes wurde. Die Entwürfe für das gotische Doppelkreuz aus Holz stammten von niemand Geringerem als Karl Friedrich Schinkel, doch auch das 1834 fertiggestellte Bauwerk hatte kein Glück: 1880 wurde es vom vom Blitz getroffen und brannte nieder. Sein Nachfolger, das heutige eiserne Doppelkreuz, entstand in Anlehnung an Schinkels Entwurf im Jahr1896. Es wird durch 100.000 Niete zusammengehalten, hat die bewegte Zeit des 20. Jahrhunderts bestens überdauert und ist heute ein weithin bekanntes Wahrzeichen im Südharz.

Mit etwas Glück finden Sie übrigens auf Ihrem Weg zum Josephskreuz einen seltenen geologischen Schatz: Die nur hier vorkommenden „Auerberg-Diamanten" sind etwa 5 bis 8 Millimeter große Bergkristall-Stücke (Rhyolithen) in Form einer Doppelpyramide mit sechseckiger Grundfläche. Als Wertanlage sind sie nicht geeignet – umso mehr aber als schöne Erinnerung an Ihren Urlaub im Südharz.