Glasmanufaktur Derenburg

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Die Glasmacherkunst ist ein Jahrtausende altes Handwerk, das auch im Ostharz eine lange Tradition hatte. Doch nach der Schließung der letzten Ostharzer Glashütte im Jahr 1843 geriet das Glasmacherhandwerk immer mehr in Vergessenheit. Erst im Jahr 1949 nahmen sudetendeutsche Glasmacher und Schleifer die alten Traditionslinien wieder auf und gründeten in Derenburg die nördlichste Glashütte Deutschlands und die einzige in Sachsen-Anhalt.

Nach einem bescheidenen Anfang, nur mit dem Kapital handwerklichen Könnens, gelangte die Manufaktur in den 60er Jahren zu neuer Bedeutung. Denn als angegliederter Teil der Hochschule für Kunst und Design auf Burg Giebichenstein wurde sie nun von Lehrern und Studenten mit kreativen Experimenten gefordert. In dieser Kooperation wuchsen die Fähigkeiten der Derenburger Glasmacher weit über das gewöhnliche Maß ihres Handwerks heraus.

Heute ist die inzwischen privat geführte »Glasmanufaktur Harzkristall« weit über die Landesgrenzen hinaus zur Attraktion geworden. Der Handwerksbetrieb ist zu einer Glaserlebniswelt für kleine und große Besucher gewachsen. Die Gäste können den Glasmachern bei der Arbeit über die Schulter schauen, sich auf dem Abenteuerspielplatz austoben, den Glaslehrpfad absolvieren, auf der Sonnenterrasse einen Kaffee genießen – und natürlich nach Herzenslust shoppen.

Glas ist übrigens der älteste von Menschen geschaffene künstliche Rohstoff: Bereits 2500 vor unserer Zeitrechnung, als die Pyramiden von Gizeh gebaut wurden, fertigte man Schmuck aus Glas. Die Hauptbestandteile dieses edlen Werkstoffes sind noch heute Sand, Soda, Pottasche und Kalk – aber die genaue Rezeptur bleibt natürlich das Geheimnis der Glashütte.